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Rachenmandeln (Adenoide Vegetation)

Die vergrößerte (oder auch verdickte) Rachenmandel wird nicht umsonst adenoide Vegetation genannt. Sie „vegetiert“ (lässt sich wohl sein und wächst) buchstäblich im Niveau der Feuchtigkeit und der Hitze. Hier prosperiert sie auch ähnlich wie die Wildschweine im Moor oder in der Suhle, denn in den Hochgebirgslagen mit steinigem Terrain und mit dem kalten Klima wächst der Mais gerade nicht. Sie ziehen sich deshalb in fruchtbare Täler mit einem feuchten und warmen Klima, also in ein bestimmtes Äquatorialdschungel, zusammen. Diese Umgebung ist dann das ideale Pilzlager für das Wachstum jedweder Vegetation, einschließlich der Rachenmandel. Man kann sie sich als einen „lymphatischen“ Blumenkohl mit Stiel vorstellen. Es handelt sich nämlich um ein lymphatische Gewebe (ähnlich wie Rachenmandeln oder Halsknoten), das ein mechanisches Hindernis im Nasenrachen bildet..

 

Wie stellt sich eine vergrößerte Rachenmandel dar?

Dieses Hindernis stellt sich zwischen dem 2. – 6. Lebensjahr, ausnahmsweise auch später dar, und zwar am häufigsten durch diese Symptome:

  1. Durch die näselnde, Nasen- oder belegte Stimme
  2. Durch das verschlechterte Gehör oder durch Schwerhörigkeit, denn sie blockiert mechanisch die Eustachi-Röhre (das Kind fragt oft: Was?)
  3. Durch erschwertes Atmen (Atmen mit offenem Mund, Schnarchen)
  4. Typisch ist das Aussehen des Gesichts sog. facies adenoidea (schwulstiges, teigförmiges, blasses Gesicht mit halboffenem Mund)
  5. Wiederkehrende Respirationserkrankungen und Infektionen (Nasenrachenentzündungen, Mittelohrentzündungen, Höhlenentzündungen, wiederholter Schnupfen)
  6. Manchmal auch Änderungen auf der Brust (sog. Harrison-Rille, wenn eine Hälfte des Brustkorbs kleiner ist)
  7. Manchmal auch psychische Beschwerden – verspätete seelische Entwicklung, Bettnässen, Albträume und Ängste

 

Warum und wie vergrößert sich die Rachenmandel?

Die Rachenmandel braucht zu ihrem Wachstum (übrigens wie jede Vegetation) ein bestimmtes adäquates Umfeld, in unserem Falle vielmehr das Pilzlager, und zwar die Feuchtigkeit und die Hitze. Nach der chinesischen Medizin wird dieser Zustand des Organismus „am besten“ durch die Nahrung, also durch die Konsumation der Gerichte verursacht, die in den Organismus die sog. Feuchtigkeit und Hitze SHI/RE bringen und die den heißen Schleim TAN RE in der oberen Feuerstätte (vergrößerte und angeschwollene Lymphgewebe wie Nasen- und Rachenmandeln, Halsknoten, Nasenpolypen u. ä.) bilden.

 

Nicht empfohlene Lebensmittel:

  1. Zucker und Produkte daraus (sämtliche Süßigkeiten, Bonbons, aber auch süße Getränke wie Limonaden, Cola, süße Säfte und Juices...). Der Zucker kann durch Sladovit (Gerstenmalz) aus Reformhäusern, durch getrocknetes Obst, durch ungeschwefelte Rosinen, durch Kokoschips u. Ä. ersetzt werden.
  2. Pasteurisierte oder homogenisierte Kuhmilch und Produkte daraus (z.B. Joghurte, Cremes, Schmelzkäse...). Sie können entweder durch die Ziegen- oder Schafmilch oder in kleiner Menge durch die nicht pasteurisierte Kuhmilch (entweder direkt von dem Selbsthersteller oder von dem sog. Container), sowie auch durch die Produkte daraus (Joghurte, Quark, Naturfrischkäse) ersetzt werden.
  3. Gebratene, lange gebackene und gegrillte Lebensmittel (Pommes frites, Schnitzel, Kartoffelchips, gebratener Käse...).

 

Empfohlene Lebensmittel:

die nach der chinesischen Medizin den heißen Schleim TAN RE in der oberen Feuerstätte im Gegenteil auflösen. Dazu gehören vor allem Tofu (Sojakäse), Kohlrabi, Radieschen, Rettiche, Spargel, Pilze Shitake, Meeresalgen, Birnen, Grapefruit, Mandarinen, Zitronen, Limetten, Pomelo, Kaninchen, Hahn, Hennen, Forelle, Zander, Selleriekraut, Frühzwiebelkraut, Schnittlauch, Petersilienkraut, Korianderkraut, Quendel, Thymian, Oregano, Rettich, Senfsamen, Senf Wasabi, Zitronen- und Mandarinenrinde, grüner Tee, Getränk der fünf Sterne (Code 850) und Getränk der chinesischen Weisen (Code 900).

 

Soll man die Rachenmandel beseitigen oder belassen
oder die Mandeln heben oder verwelken lassen?

Die vergrößerte Rachenmandel hat ihre 3 Größenstadien, die der Arzt aus der HNO-Abteilung bei der Untersuchung üblich feststellt – in dem 1. und 2. Stadium kann man die Mandel insgesamt erfolgreich verkleinern oder sie vollständig selbst „abgehen“ lassen. Die Bedingung ist jedoch die Einhaltung der obigen Diätmaßnahmen und die Einnahme der Kräutermischungen Geschmeidigkeit des Schwanenhalses (Code 037) gemeinsam mit der weiteren Kräutermischung Geburt des Phönix (Code 009) oder Schatten des Brokatvorhangs (Code 012), und zwar mindestens für die Dauer von 3 Monaten in der Dosis 3x2 Tabletten von jeder davon. Es ist auch geeignet, das Getränk der chinesischen Weisen (Code 900) zum Frühstück zu trinken. Im Falle des 3. Stadiums, also einer sehr großen Rachenmandel, die große Beschwerden verursacht, verweigert nicht einmal die chinesische Medizin die möglichst schnelle chirurgische Beseitigung, damit der Nasenrachenkreis so mechanisch frei gemacht wird und damit es zu keiner weiteren Schleimstauung und dadurch auch zu keinem verzauberten Kreis des Schadstoffs kommt,  Es ist jedoch immer geeignet, die obige Diät und auch die Kräutermischungen  sofort einzusetzen, sonst wächst auf diesem Pilzlager innerhalb von einem halben Jahr wieder eine weitere Rachenmandel und die Beschwerden werden sich wiederholen! Meistens atrophiert die Rachenmandel  spätestens bis zum 6. Lebensjahr selbst, also sie verschwindet so, wie auch „das Terrain der Feuchtigkeit und der Hitze austrocknet“, und zwar dank der Änderung oder Korrektur des Speiseplans. Diese Empfehlungen und auch Kräutermischungen betreffen auch vergrößerte Halsknoten, Nasenpolypen oder wiederholte Entzündungen und Infektionen in dieser Gegend.

Im Falle der vergrößerten  Rachenmandeln nimmt die chinesische Medizin eine mehr reservierte Stellung ein und ist grundsätzlich vorsichtiger – nach ihrer Entnahme wird „der Schadstoff“ oft um eine Etage nach unten, in die tieferen Schichten des Organismus „verschoben“ (siehe Angreifen der Hitze – 4 Schichten) und es kommen chronische Beschwerden wie Asthma, Allergie, Zöliakie, Autoimmunkrankheiten, rheumatische Erkrankungen, ulzeröse Kolitis u. Ä. vor. In diesem Falle wird bei den vergrößerten Rachenmandeln die Kombination der Kräutermischungen Zähmung eines Warmblüters (Code 018) + Geburt des Phönix (Code 009) oder Schatten des Brokatvorhangs (Code 012) empfohlen.

 

Es ist keine Mandel wie die andere

Bei der Vorstellung des Worts Mandeln kommen uns meistens schmackhafte Gerichte in den Sinn, es sei denn Mandeltorten, Mandelröhrchen, Mandel in Schokolade, Forelle auf Mandeln und andere Leckerbissen. Die Rachenmandeln sind vielmehr eine Mine als ein beliebtes Leckerbissen und es ist nötig, sie von unserer Umgebung schonend zu beseitigen, sonst kann sie zu einem Minenfeld werden, in dem unsere Gesundheit mit unterschiedlichem Erfolg  Zickzack laufen wird. Es ist also notwendig, das Feld zu entminen, also aus dem Moor (Terrain der Feuchtigkeit und der Hitze SHI/RE) wieder ein gesundes und fruchtbares Feld zu machen. Möge Ihnen die Mandel im Mund nicht bitter werden und möge Ihre Gesundheit stets prächtig wie eine (frisch geschälte) Mandel sein!

Dr.med. Petr Hoffman

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