patièka

Grauer Star (Katarakt)

Katarakt ist ein griechisches Wort und in der Übersetzung bedeutet es „herabstürzen“. Der graue Star ist eine Augenkrankheit, bei der sich die Augenlinse trübt und der Patient sieht, als ob er durch ein getrübtes, schmutziges oder langsam einfrierendes Glas schauen würde. Laut WHO ist er eine der Hauptursachen der Blindheit im Erwachsenenalter(48 %). In den meisten Fällen ist der graue Star durch die Alterung verursacht, sog. senile Katarakt. Die Hauptursache kennt die westliche Medizin jedoch nicht. Er kann sich auch nach der Einnahme von manchen chemischen Medikamenten, vor allem Kortikoiden, aber auch nach einem Unfall, einer Entzündung, einem Tumor entwickeln oder er tritt bei Stoffwechsel- und Autoimmunkrankheiten auf. Zu den Hauptsymptomen des grauen Stars gehören getrübtes Sehen, unscharfes Sehen, unscharfes Bild, vor allem bei  Beobachtung der Gegenstände in der Ferne, Überempfindlichkeit gegen stärkeres Licht (z.B. gegen Sonne), Blendung beim Autofahren in der Nacht, Farben sind nicht so satt wie auf dem anderen Auge, sie brechen, sie haben eine andere Intensität und einen anderen Ton, beim Sehen mit einem Auge erscheinen die Gegenstände  verdoppelt bis verdreifacht zu sein, sich verschlechternde Kurzsichtigkeit und Astigmatismus (zylindrischer Augenfehler). Der westlichen Medizin nach kann man den grauen Star durch  keine therapeutische Intervention  anhalten oder verlangsamen - es kommt zu den metabolischen Veränderungen innerhalb der Linse und zur anschließenden Trübung des peripherischen und optischen Teils der Linse. Man kann ihn nicht anders als chirurgisch behandeln.

Der chinesischen Medizin nach kann man diesen Prozess verhältnismäßig erfolgreich verlangsamen, manchmal auch anhalten - es hängt immer davon ab, in welchem Krankheitsstadium sich der Patient zur Kräuterbehandlung eingestellt hat. Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) unterscheidet 3 Grundursachen und Therapieweisen. Alle „kreisen“ um die Bahn der Leber GAN, denn diese Bahn ernährt  der TCM nach die Augen, vor allem Yin YIN und das Blut XUE der Leber spielen die Hauptrolle. Diesen Zustand kann man mit dem Baumsaft vergleichen, der nicht zum Gipfel, in die oberen Stockwerke, in unserem Falle nicht in die Augen  gelangt, die dann nicht genügend mit der lebensspendenden Flüssigkeit   ernährt werden und deren Funktion folglich schwindet, ähnlich wie ein Motor ohne Öl  keine genügende Leistung hat...

 

1. Mangel an Yin der Nieren und Leber SHEN/GAN YIN XU mit der Blutblockade YU XUE

Zunge: rötlich ohne Belag (wie abgelöst) und vergrößerte Adern unter der Zunge
Puls: oberflächlich FU und leer XU oder rauh SE
Therapie: Glanz des Nephritschmucks (182) oder evtl. Entwirren des verwickelten Knäuels (068) + immer Zartheit der himmlischen Fee (052) + immer Getränk der Himmelfee (888)


2. Mangel an Yin der Leber GAN YIN XU mit  Feuchtigkeit in der Milz PI QI XU + SHI

Symptome:

Fettsucht, Ermüdung, geschwollene Extremitäten und Gelenke am Nachmittag oder bei  Ermüdung

Zunge: geschwollen, vor allem an den Rändern und mit  klebrigem Belag
Puls:

tief CHEN und schwach XU

Therapie: Aufräumen des Getreidespeichers (073) + Freude des sich einstellenden Schlafs (127) + Getränk der chinesischen Weisen (900)

 

3. Steigende Hitze der Leber GAN HUO/ GAN YANG SHI

Symptome:

Kopfschmerzen, Quese, Schwindel, Ohrensausen

Zunge: rot
Puls: gespannt XIAN und stark SHI
Therapie:

Pille des Enzians (014) - beim Feuer der Leber GAN HUO
Lockerung der angespannten Sehne (112) - beim steigenden Yang der Leber GAN YANG SHI + immer Getränk der fünf Sterne (850)

Text: Dr. med. Petr Hoffmann

detail