Hormonelle Antikonzeption und TCM
"Ich bin 24 Jahre alt und habe etwa ein Jahr lang die Pille genommen", hat uns Frau Milena geschrieben. "Letztes Jahr im Mai hatte ich eine Lungenembolie (nach Verengung einer Vene im rechten Knie) und die Ärzte haben mir die Pille verboten. Fast ein Jahr lang habe ich dann Warfarin zur Blutverdünnung eingenommen. Anfang dieses Jahres hat bei mir die Monatsblutung ausgesetzt, mein Gynäkologe meinte aber, dass es nach dem Absetzen der Pille passieren kann. Zur Zeit bekomme ich alle zwei Monate eine Spritze, um die Monatsblutung hervorzurufen, die jedoch sehr schwach ist. Ich möchte bald Kinder und bitte Sie deshalb um einen Rat, ob mir die chinesische Medizin auch helfen könnte, genauso wie sie der Leserin, über die in der 8. Ausgabe der Meduòka 2005 Dr. med. Hoffmann berichtete, geholfen hat."
Ihr Fall ist geradezu ein klassisches Beispiel dafür, wie die hormonelle Antikonzeption auf Frauen wirkt, leider... Aus der Sicht der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) sind Sie geradezu ein Lehrbeispiel, um nicht zu sagen "abschreckendes" Beispiel, denn auch dieser Zustand kann mit Hilfe chinesischer Kräuter behandelt werden. Die Behandlung habe ich in der 8. Ausgabe von Meduòka 2005 (www.medunka.pvsp.cz) im Kapitel Frauenleiden beschrieben. Nichtsdestotrotz versuche ich Ihnen und anderen Betroffenen zu helfen, Ihr Problem loszuwerden.
Nach TCM ist die Frau die Trägerin des Yin-Prinzips. Yin steht für alles Flüssige, besonders aber für Blut.
Unter dem Begriff "Blut" versteht die chinesische Medizin die Kraft und Qualität aller Körperflüssigkeiten wie Lymphe, intrazellulare Flüssigkeit und natürlich Blut. Aus dieser Sicht muss das Blut einer Frau ihr ganzes Leben lang ständig mit Nährstoffen versorgt und ergänzt werden, denn die Frau ist direkt vorbestimmt oder eher "geneigt" zur Blutschwächung infolge von Menstruation, Geburten, übermäßiger geistiger Belastung, Studium u. ä. Bereits alte Chinesen sagten "Handelt es sich um eine Frau, versorge immer das Blut mit Nährstoffen." Der Termin "schwaches oder mangelhaftes Blut" bezieht sich jedoch nicht auf das Blutvolumen (alle Menschen haben nämlich rund 5 Liter Blut), sondern auf die energetische Qualität des Blutes. Das stellt für die westliche Medizin ein Problem dar, denn dieser Zustand kann mit Hilfe keiner Geräte oder Laboruntersuchungen festgestellt werden (außer Eisenmangel oder Mangel an roten Blutkörperchen...). Die TCM wendet jedoch ganz andere spezifische Untersuchungsmethoden an.
Die TCM wendet bei jeder Erkrankung 4 Grunduntersuchungsmethoden an: Beobachtung, Befragung, Puls- und Zungenuntersuchung. Beim "geschwächten oder mangelhaften Blut" können folgende Symptome festgestellt werden: Blässe oder gelblicher Taint, kalte Gliedmaßen, besonders Füsse, trockene Haut (evtl. Haare und Fingernägel), brüchige oder gesplitterte Fingernägel, Herzklopfen, unscharfes Sehen, Nachtblindheit, Schlaflosigkeit, häufiges Träumen, Kopfschmerzen, Schwindel (vor allem bei Lagenänderung), Kribbeln oder Unempfindlichkeit von Gliedmaßen, Müdigkeit, geminderte Konzentration, schwächeres Erinnerungsvermögen, innere Unruhe, niedriger Blutdruck (kann später durch hohen Blutdruck abgelöst werden), schwache Menstruation oder sogar Menstruationsausfall, Schmierblutungen zwischen den Zyklen, blasse Zunge (keine Bedingung!) und Hormonelle Antikonzeption, und zwar JEDE hormonelle Antikonzeption (außer z. B. der mechanischen), führt im Frauenkörper IMMER zur "Schwächung oder Stagnation vom Blut", es kommt nur auf die Konstitution des Organismus (die Stärke des Blutes) und die Widerstandsfähigkeit des Blutes gegen diese negative Einflüsse an (wie der Körper den Zustand bewältigen und kompensieren kann). Unter Kompensation kann die Ergänzung und das Influssbringen vom Blut verstanden werden, und zwar nicht nur während der Einnahme von hormonellen Antikonzeption, sondern auch während des gesamten fertilen (fruchtbaren) Alters, d. h. von der ersten Menstruation an bis in die Wechseljahre hinein. Abhilfe schafft einerseits die Umstellung der Lebensweise, das bedeutet nicht nur Ernährung, sondern auch regelmäßigen und ausreichenden Schlaf, gleichmäßige Abwechslung körperlicher und geistiger Arbeit, Vermeiden von extremer Belastung und Stress - also das, was alle wissen und keiner tut. Man sollte es jedoch mindestens versuchen. Bezüglich Ernährung sind Ernährungszusätze zu empfehlen, die laut TCM das Blut mit Nährstoffen versorgen, stärken und in Fluss bringen (z. B. Beruhigung der gekräuselten Oberfläche (Code 062), Armreif der acht Perlen (Code 191), Zartheit der himmlischen Fee (Code 052), Belebung des Zinnoberfeldes (Code 055), Wachstum des Berges Tchaj (Code 056)) oder häufigerer Genuss von Lebensmitteln, die ebenfalls zur Versorgung vom Blut mit Nährstoffen und Blutstärkung. Als das beste Lebensmittel zur Blutstärkung und Versorgung des Blutes mit Nährstoffen gilt Leber (jeder Art), am besten natürlich vom Bauern oder von einer Biofarm. Geeignet ist z. B. die Leber vom Angus-Rind, einer halbwilden argentinischen Weidekuhart, die mittlerweile überall am Markt erhältlich ist (z. B. bei Makro). Zu den weiteren Lebensmitteln gehören z. B. Perlhuhn, Taube, Wachtel, Pute, Ente, und allgemein Wild. Ebenfalls Blut in jeglicher Form ist ein starker Stimulator der Blutbildung (z. B. blutige Schlachtsuppe, Speckwurst, Blutwurst u. ä.). Nicht umsonst stoßen die Chinesen bei feierlichen Anlässen mit frischem Schildkrötenblut an. Sie glauben nämlich, dass dieser Trunk die Langlebigkeit fördert. Ebenfalls als wertvolles Getränk gilt frisches Schlangenblut, das in China mit teurem Geld bezahlt wird. Zu den angenehmeren Alternativen gehören z. B. Brombeeren, Himbeeren oder eisenhaltiger Wein (Eisen-Malachit), der nach langer Zeit wieder in unseren Apotheken erhältlich ist. Mehr über die Ernährung und TCM finden Sie in meinem Buch Auf der Welle der chinesischen Medizin (Verlag Euromédia 2002).
Ihre Frage bezüglich der Lungenembolie betrifft genau diese "Blutstagnation aufgrund von Insuffizienz". Das kann man sich ungefähr so vorstellen, wie einen Fluss, in dem wenig Wasser fließt, bis es zum stehen kommt und eine Blockade verursacht - in Ihrem Fall eine Embolie. Ähnlich entstehen infolge von hormonellen Antikonzeption auch andere Leiden wie Varixe (Krampfadern), Kopfschmerzen, hoher Blutdruck, Schlaflosigkeit, Sehschwäche, Schwindel, Blutarmut, erhöhter Cholesterol und Blutfette, Herzklopfen, Nervosität, Reizbarkeit, braune Pigmentflecken im Gesicht u. ä.
So könnte man vielleicht aus dem bekannten Satz, den die Fürstin zur Oma (Babièka) im gleichnamigen Roman von Božena Nìmcová sagt: "Welch eine glückliche Frau", eine Parafrase machen und den Zusatz "...die keine synthetischen Hormone einnimmt!" hinzufügen.
Heute gibt es bereits weltweit Studien, die den erheblichen Einfluss dieser Hormone auf den menschlichen Organismus beweisen, auch wenn sie unmittelbar nach ihrer Bekanntmachung von der allmächtigen Pharma-Lobby angezweifelt werden. Genau nach dem Motto, dass Geld erst an der ersten Stelle steht. Die Zeit wird die Wahrheit ans Licht bringen, denn diese Hormone werden erst einige Jahrzehnte verwendet, was im Vergleich mit Erfahrungen mit den Kräutern der TCM (4.000 Jahre) nur wie ein Tropfen im Meer wirkt. Eine britische Studie bewies z. B. bezüglich der Wirkung der hormonellen Antikonzeption, dass Frauen, die die Pille nehmen, zwar nicht so häufig an Gebärmutterkrebs erkranken, dafür aber öfter unter Brustkrebs leiden. Eine andere Studie aus den USA zur Einnahme synthetischer Hormone in den Wechseljahren beweist, dass diese Frauen viel öfter einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder gynäkologischen Krebs erleiden. Ähnlich gilt nach TCM auch die Einnahme hormoneller Antikonzeption zur Behandlung von Eierstockzysten oder Akne nur als "dem Peter nehmen und dem Paul geben", denn eine Zyste z. B. entsteht an der Stelle einer Blockade (in unserem Falle entsteht diese Blockade aufgrund von Insuffizienz vom Blut, das keine Kraft hat, weiter zu fliessen und zum "Stillstand" kommt. Die Hormone heben diese Blockade zwar für eine Weile auf, aber gleichzeitig schwächen sie auch das Blut, das wieder an Kraft verliert und "stockt". Und die Zysten kommen wieder und wieder. Auch Akne, das sich vor der Monatsblutung verschlechtert, hängt mit der Blutinsuffizienz und -Blockade zusammen. Jede Blockade wird nach einer Zeit in Hitze umgewandelt (etwa wie ein lang gelagertes Heu oder Kohle, das von selbst entfacht), diese Hitze fließt ins Blut und "dringt" über die Haut hinaus. Vor der Monatsblutung gewinnt dann diese Blockade (und somit auch die Hitze) infolge von Blutstauung noch mehr an Kraft und dadurch wird auch das Akne schlechter.
Frauen, die auf die hormonelle Antikonzeption nicht verzichten wollen, sich jedoch ihren Auswirkungen auf ihr zerbrechliches Organismus bewusst sind und diesen vorbeugen wollen, empfiehlt die TCM nur eins: Beruhigung der gekräuselten Oberfläche (Code 062). Diese chinesische Kräutermischung versorgt das Blut mit Nährstoffen, bringt es in Fluss, harmonisiert und eliminiert somit die tagtäglichen negativen Einflüsse der hormonellen Antikonzeption. Sie kann zusammen mit der hormonellen Antikonzeption in Dosierung 3 x täglich 8 Kügelchen langfristig eingenommen werden. Sie hilft also nicht nur bei der Behandlung von Eierstockzysten und Akne, sondern auch bei sog. prämenstruellen Anspannung, innerer Unruhe, Stress, u. ä.
Als schwerwiegenderes Problem gilt jedoch die Tatsache, dass immer mehr Frauen nach dem Absetzen der hormonellen Antikonzeption keine Periode mehr bekommen und daher auch nicht schwanger werden können, und zwar aufgrund der oben beschriebenen negativen Veränderungen im weiblichen Organismus. "Dank" synthetischer Hormone kommt es zur erheblichen Blutschwächung mit anschließender Stagnation, so dass die Gebärmutter und die anderen weiblichen Geschlechtsorgane unzureichend versorgt und dadurch auch zur keiner Reproduktion, geschweige denn Befruchtung fähig sind. Diesen Zustand kann man sich wie ein trockenes, nicht gedüngtes Feld vorstellen, in das zwar ein hochwertiger Samen gesät wird, aus dem jedoch nichts werden kann, weil die Erde unfruchtbar ist... Hormonell hervorgerufene Monatsblutung, hormonelle Vorbereitung auf eine Schwangerschaft, hormonell erhaltene Schwangerschaften nach künstlicher Befruchtung, vorzeitige oder eingeleitete Geburten, Kinder mit angeborenen Allergien oder Ekzemen - das alles hat seine Ursache und Ursprung (siehe oben). Auch für solche Fälle kennt die TCM ein Rezept, um aus dem Teufelskreis rauszukommen. Die Verabreichung von weiteren synthetischen Hormonen in Form von Infusionen, Injektionen oder Tabletten bewirkt nur (milde ausgedrückt) eine erhebliche Verschlechterung dieses Zustands. Deshalb empfehle ich Ihnen eine Untersuchung beim renommierten Fachmann auf dem Gebiet der TCM. Kinder sind nämlich das wertvollste in unserem Leben und verlangen auch ein bestimmtes Opfer. Wie jeder in seinem Umfeld sehen kann, sinkt die Qualität der Population allmählich. An dieser Stelle gilt mehr als je das Sprichwort: "Wird jeder einzelne aus Quarz, wird die ganze Nation aus einem Quader bestehen."
Weitere Informationen ûber Traditionelle Chinesische Medizin finden Sie im Buch Auf der Welle chinesischen Medizin
Èesky
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